
Freie Improvisation im atelier „Alte schule“
zwischen Münster Münster-Sprakel und Greven, im Aatal, Aldruper Brink 33, 48268 Greven
Zwei langjährige Weggefährten aus Köln, Jörg König und fRANK bERZIK, die seit 1999 in unterschiedlichsten Ensembles, Formationen und Projekten Seite an Seite, Ohr an Ohr musizieren, treffen auf Musik- und TextPerformer aus Münster, Gregor Bohnensack und Thomas Schnellen, die als Duo PARTIKELGESTÖBER mit unterschiedlichsten Projekten im Münsterland und im Ruhrgebiet unterwegs sind. Alle haben sich ausgiebig mit freier Improvisation beschäftigt und es gelingt ihnen mit großer Virtuosität, ihren Instrumenten immer wieder überraschende Töne und Geräusche zu entlocken. Ihr intensives Zusammenspiel ist Konzert und Live-Performance in einem – man hört, sieht und staunt. Kurzum, es ist spannend und erfrischend, die Kommunikation und Gedankenwelt dieser vier Jungs zu verfolgen.
Frank Berzik beschäftigt sich seit 1998, nach einer klassischen Jazz-Saxophone-Ausbildung, mit Improvisierter Musik. Seine persönliche Weiterentwicklung trieb ihn in die Bereiche der Instrumentenforschung, des FreeJazz und der Elektronischen Klangkunst. Zahlreiche Konzerte und Aktionen, auch mit bildenden Künstlern, markieren seinen Weg durch die Kölner Kulturszene. Weitere Infos und Musik der Gruppe unter: www.befreite-musik.de
Jörg König improvisiert seit 1987 auf der E-Gitarre. Im Bewusstsein der verschiedenen Traditionslinien Freier Musik entwickelte er als Solist und in diversen Ensembles eine eigene, unverwechselbare Klangsprache, die sich sehr sparsam, aber auch kraftvoll entfalten kann.
Thomas Schnellen verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Improvisierten Musik, auch in Genre übergreifender Zusammenarbeit mit Schauspielern (u. a. Pitt Hartmann, Münster), Tänzern, und Rezitatoren (u.a. Gregor Bohnensack). Teilnahme an verschiedenen Workshops Improvisierter Musik bei Matthias Schwabe (Berlin) Reinhard Gagel (Köln). Seine Instrumente sind der Synthesizer und diverse elektronische Effektgeräte – vor allem das Kaoss Pad, ein Gerät, das durch seine Bedienoberfläche über Fingerbewegungen bespielt wird. Eigentlich ist dieses intuitives Werkzeug ein DJ-Instrument – doch Schnellen setzt es gekonnt für experimentelle Musik ein.
Gregor Bohnensack steht seit 1982 auf der Bühne: Zuerst als Kabarettist, dann als Schauspieler und ab 2000 zunehmend als Rezitator und MusikPerformer. Die Presse schreibt, dass er „seinen Instrumenten auf beeindruckende Weise ihre Bestimmung“ verweigere und erteilt ihm eine „Lizenz zum Jandln“. Bohnensack ist wichtig, dass auf der Bühne neben Klängen, auch Bilder entstehen. Gern arbeitet er mit Texten und Textfragmenten. Sein Performance-Verständnis beruft sich auf Kurt Schwitters, und Joseph Beuys.
Werkstattkonzert am Sonntag, den 13. Mai 2012 (16 Uhr) :
Über die allmähliche Verfertigung der Musik beim Machen – das Quartett Freezze
Freezze ist eine Wortschöpfung aus den Begriffen 'Free', 'Freeze' und 'Jazz'. Dennoch spielt Freezze nicht einfach 'Free Jazz'. Freezze ist eigensinniger: jazzförmige Saxophonphrasen verbinden sich mit elektronischen Sounds. Bruchstücke aus (literarischen) Texten und Spontanlaute werden vom Schlagzeug kommentiert. Das Quartett bietet akustisch und optisch eine breite Palette.
„Ich mische unartikulierte Töne ein“, schreibt Heinrich von Kleist in seinem Text über Die all-mähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. Bei Freezze ist es ähnlich. Bei den vier Musikern entfaltet sich - ohne das etwas notiert wird - Musik als Prozess. Alle verfügen über umfassende Bühnenerfahrung in den unterschiedlichsten Formationen. Die Akteure wissen zwar, was sie tun, und doch agieren sie, wie jener Redner bei Kleist: Überraschend und unkonventionell!
Die Auftritte von Freezze sind Konzert und zugleich Aktion. Auf der Bühne sind die vier ständig im Fluxus und verschmelzen Elemente aus Musik, Literatur und Bildender Kunst zu einer beeindruckenden Performance.
Bei Freezze wirken mit:
Christoph Berndt spielt Saxophone. Er wirkt in verschiedenen Formationen mit. In der Jazz-Formation ’The Dorf’, die in diesem Jahr beim Festival in Moers begeistert aufgenommen wurde, bläst Berndt Bass-Saxophon. Der Berufsmusiker hat aber auch Interesse an Literatur ( z. B. Heinrich von Kleist) und unterrichtet an der Westfälischen Schule für Musik in Münster, wo er das Saxophon Orchester Saxomania leitet.
Thomas Kuhlmann ist Schlagzeuger. Vom Rock kommend über Free und konventionellere Jazz-Spielformen vieles ausprobiert - offen für alles was auf Fell und Becken klingt. Aktuell auch in einer Cover-Rockband aktiv.
Gregor Bohnensack (siehe Matrix 4)
Thomas Schnellen (siehe Matrix 4)
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Das FLOW Ensemble präsentiert: