Über die allmähliche Verfertigung der Musik beim Machen – das Quartett Freezze

Freezze ist eine Wortschöpfung aus den Begriffen 'Free’, 'Freeze' und 'Jazz’.  Dennoch spielt Freezze nicht einfach 'Free Jazz’. Freezze ist eigensinniger: jazzförmige Saxophonphrasen verbinden sich mit elektronischen Sounds. Bruchstücke aus (literarischen) Texten und Spontanlaute werden vom Schlagzeug  kommentiert. Das Quartett bietet akustisch und optisch eine breite Palette.

„Ich mische unartikulierte  Töne ein“, schreibt Heinrich von Kleist in seinem Text über Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden. Bei Freezze ist es ähnlich. Bei den vier Musikern entfaltet sich  - ohne das etwas notiert wird -  Musik als Prozess. Alle verfügen über umfassende Bühnenerfahrung in den unterschiedlichsten Formationen. Die Akteure wissen zwar, was sie tun, und doch agieren sie, wie jener Redner bei Kleist:  Überraschend und unkonventionell!

Die Auftritte von Freezze sind Konzert und zugleich Aktion. Auf der Bühne sind die vier ständig im Fluxus und verschmelzen Elemente aus Musik, Literatur und Bildender Kunst zu einer beeindruckenden Performance.

 

Bei Freezze wirken mit:

 

Christoph Berndt spielt Saxophone. Er wirkt in verschiedenen Formationen mit. In der Jazz-Formation ’The Dorf’, die in diesem Jahr beim Festival in Moers begeistert aufgenommen wurde, bläst Berndt Bass-Saxophon. Der Berufsmusiker hat aber auch Interesse an Literatur ( z. B. Heinrich von Kleist) und unterrichtet an der Westfälischen Schule für Musik in Münster, wo er das Saxophon Orchester Saxomania leitet.

 

Thomas Kuhlmann ist Schlagzeuger. Vom Rock kommend über Free und konventionellere Jazz-Spielformen vieles ausprobiert - offen für alles was auf Fell und Becken klingt. Aktuell auch in einer Cover-Rockband aktiv.

 

Gregor Bohnensack (siehe Matrix 4)

 

Thomas Schnellen (siehe Matrix 4)

Nächster Auftritt von Freezze: ATELIER  "Alte Schule" zwischen Sprakel - Münster und Greven, Altruper Brink 33, 48268 Greven am 13. Mai 2012 um 16 Uhr