Partikelgestöber mit Gregor Bohnensack -Texte, Rezitation, Blechblasinstrumente

und Thomas Schnellen – Bässe, Elektronik und Perkussion

Konzept von Partikelgestöber

 

Das Ensemble Partikelgestöber verbindet Textrezitation mit improvisierter Musik. Dabei kommen klassische Instrumente wie Gitarren, Perkussionsinstrumente und Blechblasinstrumente ebenso zum Einsatz wie Geräusche von Alltagsgegenstände. Die Auftritte des Duos sind Performance, Lesung und Konzert in einem.  Zu den Texten entwickeln Bohnensack und Schnellen einen musikalischen Handlungsrahmen, der in jeder Aufführung variiert.  Texte werden so auf unterschiedlichste Weise verklanglicht. Es entstehen Bruchstücke, Partikel eben, die umher wirbeln und durch die Luft stöbern – Paul Celan beschrieb diesen Vorgang in seinem Gedicht Engführung.  Nach Celan  hat das Gedicht eine Tendenz zum Verstummen. Ein Verstummen gibt es auch in der Musik – es drückt sich in der Verweigerung aus, herkömmliche Instrumente auf traditionelle Weise zu spielen – so entstehen Bruchstücke, Fragmente, Collagen als  Reflex auf eine absurde, kriegerische, in Reich und Arm zerspaltete Welt. Neues entsteht: Das Ensemble Partikelgestöber  ist ihm auf der Spur.

 

Pressestimmen:

 

„Ernst Jandl ist ein Lautmaler – und Gregor Bohnensack wahrhaft sein Bruder im Geiste: Er trifft die Lakonik punktgenau; er summt, keucht, hüstelt oder weitet den Rachen zur heulenden Sirene “, schreibt die WN am 22. März 2004.

 

„Dabei war es großartig, wie die Musiker Gregor Bohnensack, Thomas König und Thomas Schnellen gegeneinander und doch miteinander spielten und die Möglichkeiten ihrer Instrumente voll ausschöpften. Mal dramatisch, mal verträumt, um dann wieder ekstatisch zu explodieren“,  schreibt die WN am 4. April 2006.

 

„Die Textbeiträge Bohnensacks oszillieren zwischen klassischem Kabarett und dadaistischer Lyrik. Temporeich, voller Wortspiele und sarkastischer Spitzen brennt er sein verbales Feuerwerk ab. Er serviert „Sprechbergsalat, türkische Tollkirschen und amputierte  Babybananen aus Ostafrika“ und echauffiert sich über die Allgegenwart der Werbung: „Celans ‚schwarze Milch der Frühe’ wird von der Milchindustrie gesponsert und die Tabakindustrie interessiert sich auch schon für die Todesfuge,“ heißt es in der WN vom 15. Januar 2007 über Klangwerk Orange.